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Mittwoch, 21. Oktober 2009

Träumen Sie noch oder wissen Sie schon?

Video: Träumen Sie noch oder wissen Sie schon? - Ein Vortrag von Andreas Clauss

Der beste Weg aus der Krise ist es, die Politiker ihrer Verantwortung zu entziehen, indem wir ihnen die Legitimationsgrundlage nehmen und stattdessen eigenverantwortlich handeln.
Stimmen sind nicht zum gezählt werden da, sondern zum gehört werden!
Politiker sind keine Repräsentanten des Volkes. Ein Bundestagsabgeordneter ist dem Gesetz nach nur seinem Gewissen gegenüber verantwortlich und sein Gewissen ist das finanzielle Ruhekissen. Es macht keinen Unterschied welche Ideologien die Parteien prädigen, denn der Handlungsspielraum der Politik ist höchst beschränkt. Gerademal 3-4% des Haushaltes der Bundesrepublik steht zur freien Verfügung, der Rest sind Schulden und fest verplante Ausgaben. Politik unterliegt der Knechtschaft durch die Finanzindustrie. Allein die Milliarden-Rettungspakete für Banken beweisen es schon.
Der Kapitalismus ist die Religion des 21. Jahrhunderts und ihr Gott heißt Geld!
Wie Andreas Clauss, der selbst Jahre lang in der Finanzbranche tätig war, in seinem Vortrag richtig sagt, zielt dieser Industriezweig der Finanzdienstleistungen einzig und allein auf eine Umverteilung der Vermägen von Unten nach Oben ab. Die ganze Perversion dieses Systems der angeblich sozialen Marktwirtschaft, welches vortäuscht die Armut zu bekämpfen, die es selbst verursacht, wird in seinem Vortrag deutlich. Erhalten wird dieses System durch Erziehung und die Massenverblödungsmaschienerie Fernsehen. Die Schulen formen uns zu staatstreuen Gutbürgern und teilen uns in Pöbel (Hauptschüler) und Eliten (Abiturienten) ein, während uns die Massenmedien zu Konsumzombies machen wollen.
Zurzeit sind die Menschen der Wirtschaft dienlich. Was wir brauchen, ist eine Wirtschaft, die den Menschen dienlich ist.
Es liegt nun an uns allen, aus diesem System auszusteigen und eine autarke, regionalwirtschaftliche Solidargemeinschaft zu bilden, in der dann wirklich alle Menschen, unabhängig von ihrem sozialen, kulturellen oder religiösen Status, die Chance auf eine freie Entfaltung ihrer Persönlichkeit haben!

"Autarkie heißt für uns, sich soweit unabhängig zu machen, dass wir in der Lage sind, jeden Machtanspruch, der gegen uns erhoben wird, ignorieren zu können. Ökonomische sowie spirituelle Unabhängigkeit sind die solide Basis, sind gleichzeitig Ziel und Voraussetzung aller anderen Eigenschaften, die zu unserer Entwicklung beitragen. Deswegen werden wir alle Handlungen, Überlegungen etc. darauf prüfen, ob sie zu einem mehr an Autarkie führen.
Dies ist unser Gradmesser für Erfolg.

Das einzige was ich Andreas Clauss vorwerfen kann, ist, dass er anscheinend nicht weiß, dass genau diese die Grundprinzipien von Anarchie sind und eben nicht die landläufige Meinung "jeder macht, was er will" ;-)
Anarchie ist der gelebte, kategorische Imperativ wie ihn Kant formuliert hat: "Handle so, dass die Maxime deines Handels zugleich allgemeingültiges Gesetz sein könnte!"

Sonntag, 14. Juni 2009

Weltwirtschaftskrisen 1929-1932/2001-2004 und 2007-2008 im Vergleich

Um ein besseres Verständnis für die gegenwärtige Wirtschaftskrise und deren Entstehen zu erlangen, habe ich hier zwei Tabellen, die die Gemeinsamkeiten und Unterschiede der letzten großen Krisen aufzeigen. Das wäre zum einen die Weltwirtschaftskrise 1929-1932, die Krise 2001-2004 sowie die Finanzkrise 2007-2008 deren Auswirkungen heute noch weitergehen. Ich denke es sind einpaar ganz wertvolle Informationen, die den Kapitalismus einmal kritisch beleuchten. Gerade die Gemeinsamkeiten der Krisen zeigen auf, dass es immer wieder Krisen geben wird, wenn es weiter geht wie bisher...


Gemeinsamkeiten

1929-1932

2001-2004+2007-2008

Technische Revolution in den Branchen Maschienenbau,Chemie, Elektro, Fließbandarbeit

Technische Revolution Internet

Raffgier

Raffgier

Kapitalüberschuss

Kapitalüberschuss

Aktienblase

Aktienblase


Shareholder value


Hedgefonds


Private Equity

Aktienkauf auf Pump

Aktienkauf auf Pump

Bankenkrise

Bankenkrise

Fall der Aktienkurse

Fall der Aktienkurse

Konsumrückgang

Konsumrückgang

Rekordpleiten

Rekordpleiten

Arbeitslosigkeit

Arbeitslosigkeit

Haushaltskonsolidierung durch Ausgabensenkung

Haushaltskonsolidierung durch Ausgabensenkung

Kreditklemme der Banken

Kreditklemme der Banken

Rationalisierung

Rationalisierung

Unterschiede

Zinsanhebung der Zentralbanken

Zinssenkung der Zentralbanken

Verknappung der Geldmenge

Ausweiten der Geldmenge (besonders USA)

Aufbau von Zollmauern

Mehr Globalisierung

Geldabwertung

Dollerverfall und Euro- und Yenaufwertung

Dramatischer Gewinn- und Lohnverfall

Stagnation im Lohnbereich bei Gewinnkonsolidierung der Großunternehmen

Wenige Bilanzfälschungen

Starke Zunahme der Bilanzfälschungen (Bsp. Griechenland, um in die EU zu kommen)

Kaum Staatshilfen für Banken und Großunternehmen

Enorme Staatshilfen für Banken und Großunternehmen (Zahlreiche Fusionen)

Kaum Zusammenarbeit der Industrienationen

Zusammenarbeit der Industrienationen (IWF, Weltbank, G8, Brüssel)